Mein Unraid-Server 2026 – Hardware und Aufbau

Im vorherigen Beitrag ging es um den Wechsel vom QNAP-NAS zu einem selbst aufgebauten Homeserver und um die Entscheidung zwischen TrueNAS, Proxmox und schließlich Unraid. In diesem Beitrag geht es nun um die Hardware dahinter.

Ein wichtiger Grund für den Wechsel auf einen Selbstbau-Server war die Möglichkeit, Standard-PC-Komponenten einzusetzen und das System später schrittweise erweitern zu können. Genau das hat sich inzwischen auch bewährt: Der Server entspricht heute nicht mehr vollständig der ursprünglichen Konfiguration.

Die aktuelle Hardware

Der Server besteht aktuell aus folgenden Hauptkomponenten, ich habe mehr oder weniger das genommen was herum lag, das Asrock, der Arbeeitsspeicher, das Netzteil und die alte T1000 waren bereits da.:

KomponenteAusstattung
MainboardASRock Z690 PG Riptide
ProzessorIntel Core i5-14500T
Arbeitsspeicher32 GB DDR4
GrafikkarteNVIDIA T1000 mit 8 GB
Netzwerk10-Gbit-Netzwerkkarte
Stromversorgung450-Watt-Netzteil
BetriebssystemUnraid

Dazu kommen natürlich die verschiedenen HDDs und SSDs für Datenspeicher, Parity und schnelle Speicherbereiche.

Das Mainboard als Basis

Als Grundlage dient ein ASRock Z690 PG Riptide. Bei einem Homeserver ist das Mainboard ein wichtiger Punkt, weil es darüber entscheidet, wie gut sich das System später erweitern lässt.

Neben den Anschlüssen für Festplatten sind vor allem ausreichend PCI-Express-Steckplätze interessant. Darüber lassen sich beispielsweise zusätzliche SATA- beziehungsweise Storage-Controller, schnelle Netzwerkkarten oder eine dedizierte Grafikkarte nachrüsten.

Gerade diese Möglichkeit zur späteren Erweiterung war gegenüber einem klassischen Fertig-NAS ein großer Vorteil.
Bei einem QNAP oder vergleichbaren NAS ist man weitgehend auf die vom Hersteller vorgesehene Hardware beschränkt. Bei einem selbst aufgebauten Server lässt sich dagegen bei Bedarf nur die Komponente austauschen, die tatsächlich zum Engpass geworden ist.

Vom Core i3 zum Core i5

Das zeigt sich besonders gut beim Prozessor.
Ursprünglich lief der Server mit einem Intel Core i3-12100T. Für die ersten Aufgaben war dieser vollkommen ausreichend. Mit der Zeit kamen jedoch immer mehr Docker-Container, Serverdienste und weitere Anwendungen hinzu. Statt deshalb einen komplett neuen Server aufzubauen, konnte einfach der Prozessor aufgerüstet werden.

Heute arbeitet ein Intel Core i5-14500T im System. Damit stehen deutlich mehr Rechenressourcen für parallel laufende Dienste, Container und virtuelle Maschinen zur Verfügung.

Genau diese schrittweise Erweiterbarkeit war einer der Gründe für den Selbstbau: Die Hardware kann mit den Anforderungen wachsen.

Warum eine T-CPU?

Bei beiden Prozessoren habe ich mich bewusst für eine T-Variante entschieden. Ein Homeserver läuft üblicherweise rund um die Uhr. Neben der maximalen Rechenleistung spielen deshalb auch Stromverbrauch und Wärmeentwicklung eine Rolle.

Das bedeutet nicht, dass ein solcher Prozessor permanent nur einen bestimmten niedrigen Verbrauch hat. Die tatsächliche Leistungsaufnahme hängt immer von Last, Mainboard-Konfiguration und weiteren Komponenten ab.

Für einen dauerhaft laufenden Server ist eine auf niedrigere Leistungsaufnahme ausgelegte CPU aber grundsätzlich eine interessante Basis. Die meiste Zeit arbeitet ein Homeserver ohnehin nicht unter Volllast.

32 GB Arbeitsspeicher

Aktuell stehen dem System 32 GB DDR4-RAM zur Verfügung. Für einen einfachen Dateiserver wäre das deutlich mehr als notwendig. Sobald jedoch Docker-Container, Datenbanken, Caches und virtuelle Maschinen hinzukommen, steigt der Speicherbedarf entsprechend. Gerade bei einem System, das mehrere unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig übernimmt, bietet zusätzlicher Arbeitsspeicher außerdem Reserven für spätere Erweiterungen.

NVIDIA T1000 mit 8 GB

Zusätzlich steckt inzwischen eine NVIDIA T1000 mit 8 GB Grafikspeicher im Server. Eine dedizierte Grafikkarte benötigt ein klassischer NAS-Dateiserver natürlich nicht. Bei einem Homeserver kann eine GPU allerdings für verschiedene Aufgaben interessant sein, beispielsweise für hardwarebeschleunigte Videoverarbeitung, Medienserver, bestimmte Docker-Anwendungen oder virtuelle Maschinen.

Der Vorteil besteht auch hier darin, dass die Hardware nicht zwingend einer einzigen Anwendung fest zugeordnet sein muss. Je nach Konfiguration können verschiedene Dienste von der zusätzlichen Rechenleistung profitieren.

10 Gbit/s direkt am Netzwerkkern

Ein leistungsfähiger Server bringt wenig, wenn seine Netzwerkanbindung zum Flaschenhals wird. Deshalb wurde der Unraid-Server zusätzlich mit einer 10-Gbit-Netzwerkkarte ausgestattet. Die Verbindung erfolgt direkt per Glasfaser zum UniFi Aggregation Switch im zentralen Netzwerkschrank. Damit hängt der Server unmittelbar am schnellen Backbone des Heimnetzwerks.

Das macht sich insbesondere bei großen Dateiübertragungen, Backups und gleichzeitigen Zugriffen mehrerer Clients bemerkbar.
Ein einzelner Arbeitsplatz benötigt deshalb noch lange keine 10-Gbit-Verbindung. Wenn jedoch mehrere Geräte gleichzeitig auf denselben zentralen Server zugreifen, ist eine schnelle Serveranbindung wesentlich interessanter.

HDDs für Kapazität, SSDs für Geschwindigkeit

Bei einem Homeserver haben HDDs und SSDs unterschiedliche Stärken. Klassische Festplatten bieten weiterhin viel Speicherplatz zu vergleichsweise niedrigen Kosten und eignen sich deshalb gut für große Datenbestände.
SSDs bieten dagegen wesentlich geringere Zugriffszeiten und hohe I/O-Leistung.
Unraid ermöglicht es, diese Eigenschaften miteinander zu kombinieren.

Große Datenmengen können auf den HDDs liegen, während schnelle SSD-Speicherbereiche beispielsweise für Anwendungen, Docker-Container, virtuelle Maschinen oder temporär besonders aktive Daten verwendet werden können.

Die genaue Speicherstruktur meines Servers ist inzwischen allerdings umfangreich genug, dass sie einen eigenen Beitrag verdient.

450 Watt reichen völlig aus

Die Stromversorgung übernimmt ein 450-Watt-Netzteil. Bei einem Server wird häufig nur auf die maximale Wattzahl geschaut. Entscheidend ist jedoch, wie viel Leistung das System tatsächlich benötigt. Ein Homeserver mit energieeffizientem Prozessor, einigen Festplatten und einer vergleichsweise sparsamen Grafikkarte benötigt im normalen Betrieb keine 800 oder 1.000 Watt.

Wichtiger als eine möglichst hohe Nennleistung sind eine vernünftige Dimensionierung, Qualität und ausreichende Reserven – insbesondere beim gleichzeitigen Anlaufen mehrerer Festplatten.

Standardhardware als großer Vorteil

Rückblickend ist genau die Verwendung normaler PC-Hardware einer der größten Vorteile des Systems. Der Prozessor konnte bereits ausgetauscht werden. Eine Grafikkarte wurde ergänzt. Die Netzwerkanbindung wurde auf 10 Gbit/s erweitert und weitere Laufwerke können bei Bedarf hinzukommen.

Bei einem klassischen Fertig-NAS wäre ein solcher Umbau nur sehr eingeschränkt möglich. Beim Selbstbau-Server kann dagegen gezielt dort aufgerüstet werden, wo tatsächlich Bedarf entsteht.

Der aktuelle Server ist nicht „fertig“

Ein weiterer Unterschied zum früheren NAS ist deshalb auch die Denkweise.
Das QNAP wurde als fertiges Gerät gekauft und anschließend innerhalb seiner Möglichkeiten erweitert.
Der Unraid-Server ist dagegen eher eine Plattform.

Neue Anforderungen können zusätzliche Festplatten, mehr Arbeitsspeicher, einen anderen Prozessor oder weitere Erweiterungskarten notwendig machen, ohne dass dafür direkt das komplette System ersetzt werden muss.

Genau deshalb passt der Aufbau inzwischen deutlich besser zu meinem Einsatzzweck.

Im nächsten Teil geht es um einen der wichtigsten Unterschiede zum klassischen NAS:
Unraid-Speicher erklärt – Array, Parity, SSD-Pools und warum es kein klassisches RAID ist.

Vom QNAP NAS zum Unraid Homeserver

Mein QNAP TS-453Be war viele Jahre lang ein wichtiger Bestandteil meines Heimnetzwerks. Ursprünglich als zentraler Datenspeicher angeschafft, übernahm es mit der Zeit immer mehr Aufgaben.

Neben der klassischen Dateiablage kamen Dienste wie Plex, Synchronisation, Backups und weitere Anwendungen hinzu. Durch die Möglichkeit, zusätzliche Apps zu installieren und das NAS später sogar mit SSDs zu erweitern, ließ sich das System lange sinnvoll ausbauen.

Irgendwann war allerdings der Punkt erreicht, an dem ein klassisches Fertig-NAS nicht mehr zu den Anforderungen passte.

Wenn aus einem NAS ein Server wird

Der ursprüngliche Einsatzzweck war vergleichsweise einfach:
Daten zentral speichern, von mehreren Geräten darauf zugreifen und einen gewissen Schutz vor Festplattenausfällen erhalten.
Mit der Zeit änderten sich die Anforderungen jedoch deutlich. Neben der reinen Datenspeicherung sollten immer mehr Dienste dauerhaft verfügbar sein. Medienserver, private Cloud, Fotoverwaltung, Netzwerkdienste, Downloads, virtuelle Maschinen und verschiedene Test- und Entwicklungsumgebungen benötigten zunehmend mehr Rechenleistung und Flexibilität.

Damit war aus der ursprünglichen Anforderung „Ich brauche ein NAS“ irgendwann eher die Frage geworden:
Brauche ich überhaupt noch ein klassisches NAS – oder eigentlich einen Homeserver?

Die Grenzen des QNAP

Das QNAP TS-453Be erfüllte seinen Zweck über lange Zeit zuverlässig.
Trotzdem wurden die Grenzen eines kompakten Fertig-NAS mit zunehmender Nutzung immer deutlicher.

Die Rechenleistung war begrenzt, der Arbeitsspeicher ließ sich nur innerhalb eines gewissen Rahmens erweitern und bei zusätzlichen Anwendungen musste zunehmend darauf geachtet werden, welche Ressourcen noch zur Verfügung standen.

Auch Erweiterungen waren zwar möglich, aber letztlich immer an die vorhandene Hardwareplattform gebunden.
Der nachgerüstete SSD-Cache hatte dem System noch einmal spürbar mehr Geschwindigkeit gebracht. An der grundsätzlichen Leistungsgrenze des Geräts änderte das jedoch nichts.

Vor allem der Wunsch nach mehr Docker-Containern, virtuellen Maschinen und leistungsfähigeren Anwendungen sprach irgendwann für eine andere Plattform.

Wieder ein Fertig-NAS?

Natürlich hätte man das QNAP einfach durch ein größeres und leistungsfähigeres NAS ersetzen können.
Damit wäre allerdings ein Teil des ursprünglichen Problems nur verschoben worden. Leistungsfähigere NAS-Systeme mit stärkerem Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und entsprechenden Erweiterungsmöglichkeiten sind schnell relativ teuer. Gleichzeitig bleibt man weiterhin an die jeweilige Hardwareplattform und teilweise auch an die vorgesehenen Erweiterungsmöglichkeiten des Herstellers gebunden.

Diesmal sollte das System deshalb von Anfang an flexibler aufgebaut werden.

Welches System sollte es werden?

Nachdem feststand, dass das nächste System kein klassisches Fertig-NAS mehr werden sollte, war die Softwareplattform zunächst noch offen. In der engeren Auswahl standen vor allem TrueNAS, Proxmox und Unraid.

Alle drei Systeme verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte:

  • TrueNAS ist sehr stark auf Storage, ZFS und Datenintegrität ausgerichtet.
  • Proxmox ist in erster Linie eine Virtualisierungsplattform für virtuelle Maschinen und Container.
  • Unraid verbindet Netzwerkspeicher, Docker und Virtualisierung in einer vergleichsweise einfach zu verwaltenden Oberfläche.

TrueNAS war vor allem wegen ZFS und der professionellen Speicherfunktionen interessant. Gleichzeitig erschien mir die Speichererweiterung dort weniger flexibel für meinen geplanten Einsatzzweck, insbesondere weil ich vorhandene und unterschiedlich große Festplatten möglichst lange weiterverwenden wollte.

Proxmox war ebenfalls eine ernsthafte Option. Für virtuelle Maschinen und Container ist es eine sehr leistungsfähige Plattform. Der Schwerpunkt liegt allerdings deutlich stärker auf Virtualisierung als auf der komfortablen Verwaltung eines klassischen NAS mit unterschiedlich großen Datenträgern.

Unraid stellte für meinen Einsatzzweck letztlich den interessantesten Mittelweg dar.

Ich wollte weiterhin einen zentralen Dateiserver betreiben, gleichzeitig aber deutlich mehr Docker-Container und bei Bedarf virtuelle Maschinen nutzen können. Außerdem sollte sich der Speicher möglichst unkompliziert erweitern lassen, ohne bei jeder Erweiterung einen kompletten RAID-Verbund neu planen zu müssen.
Aus dieser Kombination fiel die Entscheidung schließlich auf Unraid.

Warum Unraid?

Unraid kombiniert mehrere Funktionen, die für meinen Einsatzzweck interessant waren. Zum einen dient das System weiterhin als zentraler Netzwerkspeicher.
Im Gegensatz zu vielen klassischen RAID-Konfigurationen können dabei unterschiedlich große Festplatten relativ flexibel miteinander kombiniert werden. Eine oder mehrere Parity-Festplatten dienen zur Absicherung gegen den Ausfall von Datenlaufwerken.

Gleichzeitig bietet Unraid eine integrierte Plattform für:

  • Docker-Container
  • virtuelle Maschinen
  • Netzwerkfreigaben
  • SSD- beziehungsweise Cache-Pools
  • unterschiedliche Datenträgergrößen
  • flexible Erweiterung des Speichers

Damit war genau die Kombination möglich, die ich gesucht hatte: NAS und Server auf einer gemeinsamen Hardwareplattform.

Speicher flexibel erweitern

Ein wichtiger Punkt war für mich die flexible Speicherverwaltung. Bei klassischen RAID-Systemen müssen Erweiterungen häufig relativ genau geplant werden. Je nach RAID-Level sind gleiche oder zumindest ähnlich große Laufwerke sinnvoll beziehungsweise erforderlich.

Unraid verfolgt einen anderen Ansatz. Die Dateien liegen grundsätzlich auf einzelnen Datenlaufwerken. Die Parity-Festplatte enthält zusätzliche Informationen, mit denen beim Ausfall eines Laufwerks dessen Daten rekonstruiert werden können. Dadurch lassen sich Laufwerke unterschiedlicher Größe wesentlich einfacher kombinieren und später einzeln gegen größere Modelle austauschen. Gerade bei einem System, das über viele Jahre wachsen soll, ist das ein großer Vorteil.

Auch hier gilt allerdings:

Parity ist kein Backup. Sie schützt vor einem Laufwerksausfall, aber nicht vor versehentlich gelöschten Dateien, Schadsoftware oder einem Defekt beziehungsweise Verlust des gesamten Servers.

Mehr als nur Dateispeicher

Der größte Unterschied zum bisherigen QNAP zeigte sich allerdings bei den zusätzlichen Diensten.
Docker ist bei Unraid direkt in die Oberfläche integriert. Dadurch lassen sich unterschiedlichste Anwendungen voneinander getrennt als Container betreiben.

Inzwischen laufen auf dem Server unter anderem Dienste für:

  • Medienstreaming
  • Fotoverwaltung
  • private Cloud
  • E-Books
  • Netzwerkdienste
  • Reverse Proxy
  • Virenschutz
  • Downloads
  • Gameserver
  • Entwicklungs- und Testumgebungen

Hinzu kommen virtuelle Maschinen für Aufgaben, die sich nicht sinnvoll als Docker-Container abbilden lassen.
Damit ist der Server heute deutlich mehr als ein Netzwerkspeicher.

Die Hardware darf mitwachsen

Ein weiterer Vorteil eines selbst aufgebauten Servers ist die Möglichkeit, einzelne Komponenten unabhängig voneinander auszutauschen.

Der Server basiert auf einem ASRock Z690 PG Riptide und ist inzwischen mit einem Intel Core i5-14500T, 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und einer NVIDIA T1000 mit 8 GB Grafikspeicher ausgestattet.

Ursprünglich kam noch ein Intel Core i3-12100T zum Einsatz. Als die Anforderungen stiegen, konnte lediglich der Prozessor ausgetauscht werden, ohne das komplette System ersetzen zu müssen. Auch Erweiterungskarten, zusätzliche Datenträger oder eine schnellere Netzwerkanbindung lassen sich bei Bedarf nachrüsten.

Die Stromversorgung übernimmt ein 450-Watt-Netzteil. Gerade diese Aufrüstbarkeit war einer der Punkte, die beim Wechsel vom Fertig-NAS zu einem selbst aufgebauten System wichtig waren.

10 Gbit/s für den Server

Mit zunehmender Leistung des Servers sollte auch das Netzwerk nicht zum Flaschenhals werden. Deshalb erhielt das System eine 10-Gbit-Netzwerkkarte und wurde direkt per Glasfaser mit dem UniFi Aggregation Switch im zentralen Netzwerkschrank verbunden. Dadurch steht dem Server eine schnelle Verbindung zum 10-Gbit-Backbone des Heimnetzwerks zur Verfügung.
Gerade bei großen Dateiübertragungen, Backups oder mehreren gleichzeitigen Zugriffen macht sich diese Anbindung deutlich bemerkbar.

Vom NAS zur zentralen Serverplattform

Rückblickend war der Wechsel vom QNAP zum Unraid-Server weniger ein einfacher Austausch eines NAS gegen ein anderes System. Vielmehr hat sich der Einsatzzweck grundsätzlich verändert.

Das QNAP war ursprünglich ein Netzwerkspeicher, der mit der Zeit immer mehr Serveraufgaben übernehmen musste. Der Unraid-Server wurde dagegen von Anfang an als Plattform geplant, die sowohl Speicher als auch Anwendungen und Virtualisierung bereitstellen kann.

Damit ist das System heute ein zentraler Bestandteil meines Heimnetzwerks. In den nächsten Beiträgen möchte ich deshalb genauer darauf eingehen, wie der Server aufgebaut ist und welche Aufgaben er übernimmt.

Weiter geht es mit:
Mein Unraid-Server 2026 – Hardware, Speicher und Aufbau

Mein Heimnetzwerk 2026 – der komplette Aufbau

Über die Jahre ist aus einem einfachen Heimnetzwerk eine deutlich umfangreichere Infrastruktur entstanden.

Was ursprünglich mit einem Router, einigen Netzwerkdosen und zwei Access Points begann, besteht heute aus einer zentral verwalteten UniFi-Umgebung, mehreren Netzwerkverteilern, einem 10-Gbit-Glasfaser-Backbone, verschiedenen Access Points, Netzwerkkameras und einem leistungsfähigen Homeserver.

Dieser Beitrag soll deshalb weniger einzelne Geräte im Detail erklären, sondern einen Überblick über den aktuellen Aufbau geben.

Internetzugang über NetCom BW und FritzBox

Bitte nicht lachen: Der Internetanschluss kommt aktuell von NetCom BW und bietet eine Bandbreite von 50 Mbit/s. Am eigentlichen Internetanschluss befindet sich weiterhin eine FritzBox. Ihre Aufgaben wurden im Laufe der Zeit allerdings deutlich reduziert.

Sie übernimmt heute im Wesentlichen noch zwei Funktionen:
1. Herstellung der Internetverbindung
2. DECT-Basis für die Telefonie (ja wir haben noch einen Festnetzanschluss mit einem Fritz!Fon)

Die eigentliche Verwaltung des Heimnetzwerks findet dagegen nicht mehr auf der FritzBox statt. Hinter der FritzBox beginnt die UniFi-Infrastruktur. (Unifi ist ein Hersteller von Netzwerkkomponenten)

Zentrale Netzwerkverwaltung mit UniFi

Das zentrale Gateway des internen Netzwerks bildet heute ein UniFi Cloud Gateway Ultra.
Es übernimmt unter anderem:

  • Routing im internen Netzwerk
  • Firewall-Regeln
  • DHCP
  • Netzwerk- und VLAN-Verwaltung
  • VPN-Funktionen
  • Überwachung des Netzwerkverkehrs
  • zentrale Verwaltung der UniFi-Komponenten

Damit ist die Aufgabenverteilung recht klar:

FritzBox: Internetzugang und DECT
Cloud Gateway Ultra: internes Netzwerk, Firewall und UniFi-Verwaltung

Früher lief die UniFi-Network-Anwendung noch auf einem Raspberry Pi, während ein separates UniFi Security Gateway die Router- und Firewall-Funktionen übernahm. Mit dem Cloud Gateway Ultra wurden diese Aufgaben später in einem Gerät zusammengeführt. Mehr dazu: Vom Raspberry Pi und UniFi USG zum Cloud Gateway Ultra

Hauptverteiler und mehrere Unterverteilungen

Der zentrale Netzwerkschrank befindet sich im Keller. Von dort aus werden mehrere Unterverteilungen im Gebäude und auf dem Grundstück versorgt. Unterverteilungen befinden sich im Erdgeschoss und im Dachbereich.
Diese Struktur hat den Vorteil, dass nicht jede Netzwerkleitung direkt bis zum zentralen Netzwerkschrank geführt werden muss. Stattdessen können die einzelnen Gebäudebereiche über lokale Switches versorgt werden.

Ursprünglich kamen dabei Switches verschiedener Hersteller zum Einsatz. Mit der Zeit wurden diese durch UniFi-Switches ersetzt. Dadurch lassen sich inzwischen auch die Switches gemeinsam mit Gateway und Access Points über eine zentrale Oberfläche konfigurieren und überwachen. Mehr dazu: Das Heimnetz wird komplett UniFi – Austausch der Switches

10-Gbit-Glasfaser als Backbone

Die Verbindungen zwischen Haupt- und Unterverteilungen wurden bereits frühzeitig mit Glasfaser ausgeführt. Zu Beginn liefen diese Verbindungen noch mit 1 Gbit/s.

Mit dem späteren Austausch der Switches konnten die bestehenden Glasfaserleitungen weiterverwendet und durch den Austausch der SFP-Module auf 10 Gbit/s aufgerüstet werden.

Im zentralen Netzwerkschrank übernimmt ein UniFi Aggregation Switch die schnellen Verbindungen. Damit bildet das 10-Gbit-Netzwerk heute das Backbone der gesamten Infrastruktur.

Auch der zentrale NAS- beziehungsweise Homeserver ist mit einer 10-Gbit-Netzwerkkarte ausgestattet und direkt per Glasfaser mit dem Aggregation Switch verbunden.

Gerade bei Backups, großen Dateiübertragungen oder mehreren gleichzeitigen Zugriffen verhindert die schnelle Serveranbindung, dass ein einzelner Gigabit-Port zum Flaschenhals wird.

Interessant ist dabei der Größenunterschied zwischen internem und externem Netzwerk: Während der Internetanschluss aktuell leider nur 50 Mbit/s liefert, stehen innerhalb des Hauses auf den zentralen Verbindungen bis zu 10 Gbit/s zur Verfügung.

Das ist kein Widerspruch. Die hohe interne Geschwindigkeit wird vor allem für Datenübertragungen zwischen Servern, Computern und den verschiedenen Netzwerkbereichen benötigt und ist unabhängig von der Geschwindigkeit des Internetanschlusses. Mehr dazu: 10-Gbit-Upgrade – Glasfaser-Backbone und UniFi Aggregation Switch

WLAN im Haus und auf dem Grundstück

Das Grundstück umfasst rund 1.650 m². Entsprechend reicht ein einzelner Access Point nicht aus, um alle Bereiche zuverlässig mit WLAN zu versorgen. Inzwischen sind insgesamt sechs UniFi Access Points im Einsatz. Neben der Versorgung des eigentlichen Wohnhauses gibt es gezielt Access Points für verschiedene Außen- und Nebenbereiche.

Damit steht beispielsweise auch in Gartenbereichen, Garage und Keller eine stabile WLAN-Verbindung zur Verfügung. Das WLAN wird dabei nicht nur von klassischen Endgeräten wie Smartphones oder Notebooks genutzt. Auch Wallbox, Kameras und verschiedene Smart-Home-Komponenten benötigen zuverlässige Netzwerkverbindungen.

Mehr dazu: Sechs Access Points – WLAN-Abdeckung im ganzen Haus und Grundstück

Netzwerkkameras – bewusst und zweckgebunden

Auch Kameras sind inzwischen Teil der Netzwerkinfrastruktur. Dabei besteht allerdings nicht das Ziel, Haus und Grundstück möglichst vollständig zu überwachen. Die eingesetzten Kameras erfüllen jeweils konkrete Aufgaben. Dazu gehören beispielsweise eine Videotürklingel, die Beobachtung eines Gartenbereichs, ein interner Lagerbereich sowie eine gezielt zur Absicherung eingesetzte Kamera.

Bereiche ohne konkreten Überwachungsbedarf bleiben bewusst kamerafrei.
Mehr dazu: Vier Kameras im Heimnetz – bewusst statt flächendeckend

Der Homeserver als zentraler Dienstleister

Neben dem eigentlichen Netzwerk spielt inzwischen auch der zentrale Homeserver eine wichtige Rolle. Während früher ein QNAP-NAS hauptsächlich für Dateiablage und einige zusätzliche Dienste zuständig war, übernimmt heute ein deutlich leistungsfähigerer Unraid-Server diese Aufgabe.

Darauf laufen inzwischen zahlreiche Dienste, Docker-Container und virtuelle Maschinen.

Durch die direkte 10-Gbit-Anbindung an den Netzwerkkern können auch größere Datenmengen schnell zwischen Server und verschiedenen Bereichen des Hauses übertragen werden. Der Server selbst wird allerdings noch Thema eines eigenen Beitrags.

Warum dieser Aufwand?

Für ein klassisches Heimnetzwerk wäre ein solcher Aufbau sicherlich nicht zwingend erforderlich. Mit zunehmender Zahl an Netzwerkgeräten, Smart-Home-Komponenten, Kameras, Serverdiensten und verschiedenen Gebäudebereichen steigen jedoch auch die Anforderungen.

Für mich waren dabei vor allem folgende Punkte entscheidend:

  • zentrale Verwaltung
  • strukturierte Netzwerkverteilung
  • zuverlässige WLAN-Abdeckung
  • ausreichend Reserven im Backbone
  • einfache Fehlersuche
  • flexible Erweiterbarkeit
  • klare Trennung verschiedener Netzwerkbereiche
  • schnelle Anbindung zentraler Serverdienste

Der wichtigste Punkt ist dabei nicht die maximale Geschwindigkeit eines einzelnen Geräts. Entscheidend ist vielmehr, dass die gesamte Infrastruktur ausreichend Reserven bietet und sich auch einige Jahre später noch sinnvoll erweitern lässt.

Der aktuelle Aufbau im Überblick

Vereinfacht lässt sich das Netzwerk heute so darstellen:

NetCom BW – 50 Mbit/s
↓
FritzBox – Internetzugang und DECT
↓
UniFi Cloud Gateway Ultra – Routing, Firewall und Netzwerkverwaltung
↓
zentrale UniFi-Switch-Infrastruktur
↓
UniFi Aggregation Switch / 10-Gbit-Backbone
↓
Unterverteilungen in verschiedenen Gebäudebereichen
↓
Access Points, Kameras, Smart-Home-Geräte und klassische Netzwerkanschlüsse

Parallel dazu ist der zentrale Homeserver direkt mit dem schnellen 10-Gbit-Netzwerkkern verbunden.

Damit ist aus einem einfachen Heimnetzwerk über die Jahre eine Infrastruktur entstanden, die in einigen Punkten bereits an kleinere Unternehmensnetzwerke erinnert.

Nicht weil das technisch zwingend notwendig wäre, sondern weil sich die Anforderungen Schritt für Schritt weiterentwickelt haben.

Genau das ist wahrscheinlich auch der wichtigste Punkt bei der Planung eines Netzwerks:

Nicht nur für den aktuellen Bedarf bauen, sondern genügend Möglichkeiten für spätere Erweiterungen vorsehen.

Kameras im Heimnetz – bewusst statt flächendeckend

Mit dem Ausbau des Heimnetzwerks kamen im Laufe der Zeit auch einige Netzwerkkameras hinzu. Inzwischen sind insgesamt vier Kameras im Einsatz. Dabei war das Ziel allerdings nie, Haus und Grundstück möglichst vollständig zu überwachen.

Ganz im Gegenteil: Kameras kommen nur dort zum Einsatz, wo sie für einen konkreten Zweck sinnvoll sind. Neben technischen und praktischen Gründen spielt dabei auch die Privatsphäre eine wichtige Rolle.

Vier Kameras – unterschiedliche Aufgaben

Die eingesetzten Kameras erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Dazu gehören eine Videotürklingel, die Beobachtung eines Gartenbereichs, eine Kamera in einem internen Lagerbereich sowie eine gezielt zur Absicherung eingesetzte Kamera. Interessant ist dabei, dass nur eine dieser Kameras tatsächlich in erster Linie der klassischen Sicherheitsüberwachung dient.

Videotürklingel

Der Einsatzzweck einer Kamera an der Haustür erklärt sich weitgehend von selbst. Die Videotürklingel ermöglicht es, zu sehen, wer vor der Tür steht. Gerade wenn man sich nicht unmittelbar im Eingangsbereich befindet, ist das praktisch. Die Kamera ist damit weniger als permanente Grundstücksüberwachung gedacht, sondern vielmehr als Erweiterung der klassischen Türklingel.

Kamera für den Gartenbereich

Eine weitere Kamera hat einen ganz anderen Hintergrund. Sie wurde nicht in erster Linie zur Überwachung des Grundstücks installiert, sondern hauptsächlich, um einen bestimmten Gartenbereich im Blick behalten zu können.

Gerade auf einem größeren Grundstück ist nicht jeder Bereich von jedem Fenster aus einsehbar. In unserem Fall ist das besonders praktisch, wenn unser Sohn draußen spielt und man zwischendurch einen Blick auf den entsprechenden Bereich werfen möchte. Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass eine Kamera im Smart Home nicht automatisch eine Sicherheitskamera sein muss.

Kamera in einem internen Lagerbereich

Eine weitere Kamera kommt in einem internen Lagerbereich zum Einsatz. Auch hier geht es weniger um eine klassische Außenüberwachung, sondern darum, einen klar abgegrenzten Bereich bei Bedarf einsehen zu können.

Solche Anwendungsfälle zeigen gut, dass Netzwerkkameras nicht ausschließlich für Einbruchschutz eingesetzt werden müssen, sondern auch ganz praktische Aufgaben im Alltag übernehmen können.

Eine Kamera für die Sicherheit

Eine der eingesetzten Kameras dient dagegen tatsächlich hauptsächlich Sicherheitszwecken. Dabei war mir wichtig, dass nur der relevante Bereich erfasst wird und die Kamera nicht unnötig große Teile des Grundstücks oder angrenzende Bereiche aufnimmt. Gerade bei Videoüberwachung gilt für mich: so gezielt wie möglich und nur dort, wo es einen nachvollziehbaren Grund gibt.

Bewusst keine flächendeckende Überwachung

Technisch wäre es problemlos möglich gewesen, deutlich mehr Kameras zu installieren. Darauf habe ich aber bewusst verzichtet. Auch weil Teile des Gebäudes von weiteren Personen genutzt werden, wurde bei der Planung darauf geachtet, deren Aufenthalts- und Zugangsbereiche nicht unnötig zu erfassen. Unabhängig davon möchte ich mich auf dem eigenen Grundstück auch nicht permanent von Kameras umgeben fühlen. Für jede Kamera sollte deshalb eine einfache Frage beantwortet werden können:

Welchen konkreten Zweck erfüllt sie?
Wenn darauf keine sinnvolle Antwort besteht, braucht es an dieser Stelle auch keine Kamera.

Netzwerk statt Insellösungen

Technisch sind die Kameras Teil der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur.
Eine stabile Netzwerkverbindung ist dabei wichtiger als möglichst hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Videostreams benötigen zwar dauerhaft Bandbreite, stellen für ein modernes kabelgebundenes Netzwerk beziehungsweise ein gut ausgebautes WLAN aber keine außergewöhnliche Belastung dar.

Wichtiger sind:

  • eine stabile Netzwerkverbindung
  • ausreichende WLAN-Abdeckung oder eine kabelgebundene Anbindung
  • zuverlässige Stromversorgung
  • sinnvolle Positionierung
  • kontrollierter Zugriff
  • eine zuverlässige Aufzeichnung, sofern diese benötigt wird

Gerade die Kombination aus kabelgebundenem Netzwerk, mehreren Access Points und zentral verwalteter Netzwerkinfrastruktur erleichtert die Einbindung solcher Geräte erheblich.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Netzwerkkameras sind für mich damit kein Selbstzweck und auch kein Versuch, das gesamte Haus vollständig zu überwachen. Die vorhandenen Kameras erfüllen jeweils eine konkrete Aufgabe. Gleichzeitig gibt es bewusst Bereiche, die nicht überwacht werden. Damit bleiben die Kameras ein nützliches Werkzeug innerhalb des Heimnetzwerks, ohne daraus eine flächendeckende Videoüberwachung des gesamten Grundstücks zu machen.

Unifi Access Points – WLAN-Abdeckung im ganzen Haus und Grundstück

Mit dem Ausbau des Netzwerks wuchs auch der Anspruch an eine möglichst flächendeckende und stabile WLAN-Versorgung. Das Grundstück umfasst rund 1.650 m². Neben dem eigentlichen Wohnhaus sollen auch Garten, Garage, Hofeinfahrt, Schuppen und verschiedene Nebenbereiche zuverlässig mit WLAN versorgt werden.

Ein einzelner leistungsstarker Access Point wäre dafür keine sinnvolle Lösung. Wände, Decken, unterschiedliche Gebäudeteile und größere Entfernungen schwächen das WLAN-Signal erheblich. Statt die Sendeleistung einzelner Geräte möglichst weit hochzudrehen, verteilen sich deshalb inzwischen insgesamt sechs UniFi Access Points über Haus und Grundstück.

WLAN nicht nur im Wohnhaus

Vier Access Points übernehmen hauptsächlich die Versorgung innerhalb des Hauses.
Für die Außenbereiche kommen weitere Geräte hinzu.

Auf der östlichen Seite des Grundstücks befindet sich ein eigener Outdoor-Access-Point, der den größeren Gartenbereich mit WLAN versorgt.

Der kleinere westliche Garten wird dagegen über einen Access Point im Wintergarten abgedeckt. Durch die Lage am Rand des Gebäudes lässt sich damit sowohl der Wintergarten selbst als auch der angrenzende Außenbereich gut erreichen.

Ein weiterer Access Point befindet sich in der Garage. Dieser versorgt neben einer Musikbox in der Garage unter anderem die vor der Garage installierte Wallbox sowie den Bereich der nördlichen Hofeinfahrt. Damit stehen auch dort stabile Netzwerkverbindungen zur Verfügung, obwohl sich dieser Bereich bereits ein Stück vom eigentlichen Wohnhaus entfernt befindet.

WLAN im Keller

Der zuletzt hinzugekommene Access Point befindet sich im Keller. Dort sollte unter anderem eine Reolink-Kamera im Lagerraum zuverlässig ins Netzwerk eingebunden werden. Gleichzeitig ist der Mobilfunkempfang im Keller naturgemäß eher eingeschränkt. Eine gute WLAN-Abdeckung verbessert deshalb auch die Nutzung von Smartphones erheblich, beispielsweise über WLAN-Telefonie beziehungsweise Wi-Fi Calling.

Der zusätzliche Access Point löst damit gleich mehrere Probleme: Kameraanbindung, allgemeine WLAN-Abdeckung und bessere Erreichbarkeit mit dem Smartphone im Keller.

Warum mehrere Access Points besser sind

Bei WLAN geht es nicht nur darum, ob irgendwo noch ein Signal vorhanden ist. Entscheidend sind auch Signalqualität, Datenrate, Stabilität und die Rückrichtung vom Endgerät zum Access Point. Ein Smartphone kann den Access Point unter Umständen noch empfangen, obwohl seine eigene Sendeleistung nicht mehr ausreicht, um zuverlässig zurückzusenden. Mehrere sinnvoll platzierte Access Points sorgen deshalb dafür, dass die Entfernungen zwischen Endgerät und Access Point geringer bleiben.

Das verbessert insbesondere:

  • Stabilität und Datenrate
  • Versorgung durch mehrere Stockwerke und massive Wände
  • WLAN-Abdeckung in Garten, Garage und Keller
  • zuverlässige Verbindungen für Kameras und Smart-Home-Geräte
  • Roaming zwischen verschiedenen Bereichen des Hauses und Grundstücks

Zentrale Verwaltung über UniFi

Da alle Access Points Teil der UniFi-Umgebung sind, werden sie gemeinsam über UniFi Network verwaltet.
WLAN-Netze müssen dadurch nicht auf jedem Access Point einzeln eingerichtet werden. SSIDs, VLAN-Zuordnungen, Sicherheitseinstellungen und weitere Parameter können zentral konfiguriert und auf die entsprechenden Access Points verteilt werden.

Auch verbundene Clients, Signalstärken, Datenraten und die Zuordnung zu einem bestimmten Access Point lassen sich zentral überwachen. Gerade bei sechs Access Points ist diese gemeinsame Verwaltung wesentlich komfortabler als sechs voneinander unabhängige WLAN-Geräte.

Mehr Access Points bedeuten nicht automatisch mehr Leistung

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass zusätzliche Access Points zwangsläufig zu einem besseren WLAN führen. Entscheidend ist vielmehr die richtige Planung. Wenn benachbarte Access Points mit unnötig hoher Sendeleistung arbeiten oder ungünstige Funkkanäle verwenden, können sie sich gegenseitig stören. Das Ziel besteht deshalb nicht darin, möglichst viele Access Points zu installieren, sondern für jeden Bereich eine ausreichende Versorgung mit möglichst wenig gegenseitigen Störungen zu schaffen. Allerdings leistet dabei auch schon der Controller seinen Beitrag und regelt die Sendeleistungen der Access Points

Bei einem größeren Grundstück und mehreren Gebäudebereichen können dafür durchaus mehrere Access Points erforderlich sein.

WLAN als Teil der Infrastruktur

Das WLAN ist damit inzwischen genauso Teil der fest geplanten Netzwerkinfrastruktur wie die kabelgebundenen Netzwerkanschlüsse. Die sechs Access Points versorgen nicht nur Smartphones und Notebooks, sondern zunehmend auch technische Infrastruktur wie Wallbox, Kameras und verschiedene Smart-Home-Geräte.

Gerade bei solchen dauerhaft installierten Geräten ist eine stabile Verbindung wichtiger als eine theoretisch möglichst hohe maximale WLAN-Geschwindigkeit. Mit der Verteilung auf Haus, Keller, Garage und Garten steht deshalb dort WLAN zur Verfügung, wo es tatsächlich benötigt wird.

Im nächsten Beitrag geht es um einen weiteren Bestandteil dieser Infrastruktur:
Vier Kameras im Heimnetz – Türklingel, Garage, Hintereingang und Lagerraum.

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