Virtuelle Maschine auf Unraid – mein zentraler Arbeits-PC

Nicht jede Anwendung eignet sich für einen Docker-Container. Manche Programme benötigen ein vollständiges Windows-System oder sollen sich einfach genauso verhalten wie auf einem normalen PC. Für solche Fälle nutze ich auf meinem Unraid-Server eine virtuelle Maschine.

Der große Vorteil dabei ist, dass dieser virtuelle Rechner zentral auf dem Server läuft und von verschiedenen Laptops und PCs im Haus erreichbar ist. Auf der VM befinden sich vor allem Programme, die ich nicht auf jedem einzelnen Rechner separat installieren möchte. Dazu gehören unter anderem ein PDF-Editor, die ETS-Software für KNX, ein Office-Paket, verschiedene Entwicklungstools sowie Verwaltungszugänge für Netzwerk- und Serverdienste.

Damit habe ich einen zentralen Arbeits-PC, auf dem die benötigten Programme immer in derselben Umgebung verfügbar sind. Egal ob ich gerade am Desktop-PC oder mit einem Notebook arbeite: Ich greife auf dieselbe virtuelle Maschine zu und habe dort immer denselben Stand.

Verwaltung von Netzwerk und Server

Auch die administrativen Zugänge für Teile meiner Infrastruktur liegen bewusst auf dieser VM. Dazu gehören beispielsweise die Oberflächen von Unraid und UniFi sowie weitere Verwaltungswerkzeuge.

Der Vorteil ist, dass diese Zugänge nicht auf jedem beliebigen Endgerät eingerichtet sein müssen. Stattdessen erfolgt die Administration zentral über einen dafür vorgesehenen virtuellen Rechner. Das sorgt für mehr Ordnung und trennt administrative Aufgaben besser vom normalen Alltag auf den übrigen Geräten.

Warum nicht einfach alles lokal installieren?

Natürlich könnte man viele dieser Programme auch direkt auf jedem Laptop und Desktop-PC installieren. Dann müssten Programme aber mehrfach installiert und aktualisiert werden, Konfigurationen könnten sich unterscheiden und Projekte sowie Einstellungen müssten zwischen den Geräten synchron gehalten werden.

Mit einer zentralen VM existiert dagegen nur eine Umgebung, die gepflegt werden muss. Gerade bei Spezialsoftware wie ETS oder Entwicklungstools ist das sehr angenehm.

Docker oder virtuelle Maschine?

Docker und virtuelle Maschinen erfüllen bei mir unterschiedliche Aufgaben. Docker eignet sich hervorragend für Serverdienste, die dauerhaft im Hintergrund laufen und über das Netzwerk bereitgestellt werden. Eine virtuelle Maschine ist dagegen sinnvoll, wenn ein vollständiges Betriebssystem mit klassischer Desktop-Oberfläche benötigt wird.

Vereinfacht gesagt:

Docker
→ Serverdienste und Webanwendungen

Virtuelle Maschine
→ kompletter Arbeitsplatz mit Windows-Anwendungen

Damit übernimmt der Unraid-Server neben Speicher und Docker-Diensten noch eine weitere Aufgabe: Er stellt einen zentralen virtuellen Arbeitsplatz bereit.

Für mich ist das vor allem deshalb praktisch, weil wichtige Programme und Verwaltungswerkzeuge unabhängig davon verfügbar sind, welches Endgerät ich gerade benutze.

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