Neue PV-Anlage 2022 – von 2,1 auf 17,6 kWp

Auf unserem Haus war bereits seit 2001 eine Photovoltaikanlage installiert. Mit gerade einmal 2,1 kWp war sie für damalige Verhältnisse durchaus interessant, entsprach aber natürlich längst nicht mehr dem, was heute technisch und wirtschaftlich möglich ist. AUßerdem verfiel nach 20 Jahren die Einspeisevergütung von 50 Cent und wir bekamen nichts mehr.
2022 fiel deshalb die Entscheidung, die alte Anlage zu ersetzen und das Dach deutlich stärker für die eigene Stromerzeugung zu nutzen.

Erst das Dach, dann die neue Anlage

Bevor die neuen Module montiert wurden, stand zunächst eine gründliche Dachreinigung an. Über die Jahre hatte sich insbesondere an einigen Stellen deutlich Moos gebildet.

Im Nachhinein war das eine sehr gute Entscheidung. Wenn ohnehin eine neue PV-Anlage für viele Jahre auf dem Dach montiert wird, ist es sinnvoll, solche Arbeiten vorher zu erledigen. Später wären viele Bereiche durch die Module deutlich schlechter erreichbar gewesen.

17,6 kWp in Ost-West-Ausrichtung

Die neue Anlage besteht aus Full-Black-Modulen mit insgesamt 17,6 kWp Leistung. Die Module verteilen sich auf die Ost- und Westseite des Daches.

Eine Ost-West-Ausrichtung erreicht zwar nicht zu jeder Tageszeit die maximale Spitzenleistung einer optimal nach Süden ausgerichteten Anlage, verteilt die Stromproduktion dafür aber breiter über den Tag. Bereits am Vormittag liefert die Ostseite Leistung, während die Westseite bis in den späteren Nachmittag und Abend hinein Strom produziert.
Gerade für den Eigenverbrauch im Haushalt ist diese längere Produktionskurve für mich interessant.

Fronius als zentrale Technik

Als Wechselrichter kommt ein Fronius-Gerät mit 15 kW Leistung zum Einsatz. Ergänzt wird die Anlage durch einen Fronius Smart Meter, über den Strombezug und Einspeisung erfasst werden können.

Zusätzlich kam ein Fronius Wattpilot als Wallbox hinzu. Damit lässt sich auch das Laden eines Elektrofahrzeugs in die eigene Energieerzeugung integrieren.

Die einzelnen Komponenten stammen damit weitgehend aus einem gemeinsamen System und können ihre Daten miteinander austauschen.

Fertig montiert im Mai – Netzanschluss im Oktober

Die eigentliche Anlage war bereits im Mai 2022 fertiggestellt. Bis zur endgültigen Inbetriebnahme am Netz dauerte es allerdings noch einige Monate. Erst im Oktober 2022 ging die neue Photovoltaikanlage vollständig ans Netz.

Seitdem hat die Anlage inzwischen rund 62 MWh Strom erzeugt (Stand 10.10.2026). Verglichen mit der alten 2,1-kWp-Anlage ist das natürlich eine völlig andere Größenordnung und hat die Rolle der Photovoltaik im Haus deutlich verändert.

Bewusst ohne Batteriespeicher

Auf einen Batteriespeicher habe ich mich damals bewusst nicht eingelassen. Neben den zusätzlichen Anschaffungskosten war ich skeptisch, wie sich Lebensdauer und nutzbare Kapazität eines Speichers über viele Jahre entwickeln würden. Hinzu kamen gewisse Bedenken, eine größere Lithium-Batterie dauerhaft im Haus zu betreiben.

Stattdessen war mein Ansatz zunächst, möglichst viel des erzeugten Stroms direkt zu verbrauchen. Dazu trägt inzwischen auch das Elektroauto bei. Ob ein Batteriespeicher heute wirtschaftlich interessanter wäre, ist eine andere Frage – für die Anlage von 2022 war die Entscheidung gegen den Speicher für mich aber nachvollziehbar.

Beispiel: Erzeugung und Eigenverbrauch 2025

2025 hat die Anlage 14,58 MWh Strom erzeugt. Davon wurden 5,92 MWh direkt selbst verbraucht. Der gesamte Stromverbrauch des Hauses lag bei 12,04 MWh, aus dem öffentlichen Netz wurden noch 6,12 MWh bezogen.

Damit wurden rund 40,6 % des erzeugten Solarstroms selbst genutzt. Gleichzeitig deckte die PV-Anlage ohne Batteriespeicher etwa 49,2 % unseres gesamten Jahresstromverbrauchs direkt ab. Die restlichen 8,66 MWh wurden ins öffentliche Netz eingespeist.

Was bringt das wirtschaftlich?

Die Anlage kostete rund 21.000 Euro ohne Steuer. Für eine vereinfachte Beispielrechnung nehme ich einen Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde und eine Einspeisevergütung von rund 7 Cent pro Kilowattstunde an.

2025RechnungWert
Eigenverbrauch5.920 kWh × 0,30 €1.776 €
Einspeisung8.660 kWh × 0,07 €606 €
Wirtschaftlicher Nutzen 2025ca. 2.382 €

Rein rechnerisch würde sich eine Investition von 21.000 Euro bei einem vergleichbaren Jahresergebnis nach ungefähr 8,8 Jahren amortisieren.

Das ist natürlich nur eine vereinfachte Betrachtung. Strompreise, Erträge, Wartung, mögliche Reparaturen und die Alterung der Module verändern das Ergebnis über die Jahre. Steigt der vermiedene Strompreis beispielsweise auf 35 Cent pro Kilowattstunde, verkürzt sich die rechnerische Amortisationszeit bereits auf knapp 7,8 Jahre.

Das Elektroauto verbessert die Rechnung zusätzlich

Interessant wird die Photovoltaikanlage in Verbindung mit dem Elektroauto. Meine Frau hatte einen täglichen Arbeitsweg von insgesamt rund 60 Kilometern. Bei beispielhaft 220 Arbeitstagen sind das etwa 13.200 Kilometer pro Jahr.

Hätte ein vergleichbarer Benziner beispielsweise 7 Liter pro 100 Kilometer benötigt, wären dafür rund 924 Liter Benzin erforderlich gewesen. Bei 2 Euro pro Liter entspricht das etwa 1.848 Euro Benzinkosten pro Jahr, die mit dem Elektroauto vollständig entfallen.

Natürlich fährt auch ein Elektroauto nicht kostenlos. Bei angenommenen 18 kWh pro 100 Kilometer wären für diese Strecke rund 2.376 kWh Strom pro Jahr erforderlich. Wird ein Teil davon direkt mit überschüssigem Solarstrom geladen, ist dieser Strom wirtschaftlich allerdings besonders interessant: Statt ihn für etwa 7 Cent pro Kilowattstunde einzuspeisen, kann er direkt für die Mobilität genutzt werden.

Genau hier zeigt sich für mich einer der größten Vorteile einer größeren PV-Anlage. Es geht nicht nur darum, Strom ins Netz einzuspeisen, sondern möglichst viele ohnehin vorhandene Energieverbräuche – Haushalt, Technik und Mobilität – mit selbst erzeugtem Strom abzudecken.

Rückblick

Der Wechsel von 2,1 auf 17,6 kWp hat die Rolle der Photovoltaik im Haus vollständig verändert. Die Kombination aus Ost-West-Anlage, Smart Meter und Elektroauto ermöglicht einen hohen direkten Nutzen des erzeugten Stroms, auch ohne Batteriespeicher. Die Zahlen aus 2025 zeigen gleichzeitig, dass selbst ohne Akku bereits ungefähr die Hälfte des gesamten Jahresstromverbrauchs direkt durch die eigene PV-Anlage gedeckt werden konnte.

Home Assistant auf Proxmox

Vom Raspberry Pi zum Intel NUC

Home Assistant lief bei mir ursprünglich auf einem Raspberry Pi. Für den Einstieg war das völlig ausreichend, allerdings zeigte sich mit der Zeit ein bekanntes Problem: Die verwendeten microSD-Karten hielten den dauerhaften Schreibzugriffen nicht besonders lange stand und fielen mehrfach aus.

Deshalb wurde der Raspberry Pi zunächst aufgerüstet. Er bekam ein Gehäuse mit kleinem Lüfter und das Betriebssystem wurde auf eine per USB angebundene M.2-SSD verlagert. Das machte das System zunächst schneller und zuverlässiger. Nachdem später jedoch auch diese SSD ausfiel, entschied ich mich für einen grundlegenderen Wechsel.

Intel NUC statt Raspberry Pi

Da noch ein älterer Intel NUC vorhanden war, wurde dieser zur neuen Basis der Hausautomation. Darauf läuft heute Proxmox als Virtualisierungsplattform, während Home Assistant in einer eigenen virtuellen Umgebung betrieben wird.
Zusätzlich nutze ich Node-RED für komplexere Automatisierungen und Abläufe.

Damit sind Home Assistant und Node-RED heute die zentrale Plattform für die übergeordnete Hausautomation, während KNX weiterhin einen großen Teil der eigentlichen Gebäudetechnik übernimmt.

Bewusst getrennt vom Unraid-Server

Home Assistant könnte technisch auch auf meinem deutlich leistungsfähigeren Unraid-Server laufen. Ich möchte die Hausautomation allerdings bewusst unabhängig von meiner übrigen Serverinfrastruktur halten.

Wird der Unraid-Server gewartet, neu gestartet oder umgebaut, soll die grundlegende Hausautomation davon nicht betroffen sein. Außerdem gehört der NUC für mich inzwischen eher zur technischen Gebäudeausstattung als zur persönlichen IT-Infrastruktur.
Bei einem späteren Verkauf des Hauses würde der Intel NUC deshalb zusammen mit der darauf laufenden Hausautomation im Gebäude verbleiben.

Damit besteht heute eine klare Trennung:

Intel NUC mit Proxmox
→ Home Assistant und Node-RED

Unraid-Server
→ Speicher, Docker-Dienste, virtuelle Maschinen und persönliche Serveranwendungen

Der Raspberry Pi war damit ein guter Einstieg. Für eine dauerhaft betriebene und inzwischen umfangreiche Hausautomation bietet der Intel NUC jedoch die deutlich passendere Plattform.

Virtuelle Maschine auf Unraid – mein zentraler Arbeits-PC

Nicht jede Anwendung eignet sich für einen Docker-Container. Manche Programme benötigen ein vollständiges Windows-System oder sollen sich einfach genauso verhalten wie auf einem normalen PC. Für solche Fälle nutze ich auf meinem Unraid-Server eine virtuelle Maschine.

Der große Vorteil dabei ist, dass dieser virtuelle Rechner zentral auf dem Server läuft und von verschiedenen Laptops und PCs im Haus erreichbar ist. Auf der VM befinden sich vor allem Programme, die ich nicht auf jedem einzelnen Rechner separat installieren möchte. Dazu gehören unter anderem ein PDF-Editor, die ETS-Software für KNX, ein Office-Paket, verschiedene Entwicklungstools sowie Verwaltungszugänge für Netzwerk- und Serverdienste.

Damit habe ich einen zentralen Arbeits-PC, auf dem die benötigten Programme immer in derselben Umgebung verfügbar sind. Egal ob ich gerade am Desktop-PC oder mit einem Notebook arbeite: Ich greife auf dieselbe virtuelle Maschine zu und habe dort immer denselben Stand.

Verwaltung von Netzwerk und Server

Auch die administrativen Zugänge für Teile meiner Infrastruktur liegen bewusst auf dieser VM. Dazu gehören beispielsweise die Oberflächen von Unraid und UniFi sowie weitere Verwaltungswerkzeuge.

Der Vorteil ist, dass diese Zugänge nicht auf jedem beliebigen Endgerät eingerichtet sein müssen. Stattdessen erfolgt die Administration zentral über einen dafür vorgesehenen virtuellen Rechner. Das sorgt für mehr Ordnung und trennt administrative Aufgaben besser vom normalen Alltag auf den übrigen Geräten.

Warum nicht einfach alles lokal installieren?

Natürlich könnte man viele dieser Programme auch direkt auf jedem Laptop und Desktop-PC installieren. Dann müssten Programme aber mehrfach installiert und aktualisiert werden, Konfigurationen könnten sich unterscheiden und Projekte sowie Einstellungen müssten zwischen den Geräten synchron gehalten werden.

Mit einer zentralen VM existiert dagegen nur eine Umgebung, die gepflegt werden muss. Gerade bei Spezialsoftware wie ETS oder Entwicklungstools ist das sehr angenehm.

Docker oder virtuelle Maschine?

Docker und virtuelle Maschinen erfüllen bei mir unterschiedliche Aufgaben. Docker eignet sich hervorragend für Serverdienste, die dauerhaft im Hintergrund laufen und über das Netzwerk bereitgestellt werden. Eine virtuelle Maschine ist dagegen sinnvoll, wenn ein vollständiges Betriebssystem mit klassischer Desktop-Oberfläche benötigt wird.

Vereinfacht gesagt:

Docker
→ Serverdienste und Webanwendungen

Virtuelle Maschine
→ kompletter Arbeitsplatz mit Windows-Anwendungen

Damit übernimmt der Unraid-Server neben Speicher und Docker-Diensten noch eine weitere Aufgabe: Er stellt einen zentralen virtuellen Arbeitsplatz bereit.

Für mich ist das vor allem deshalb praktisch, weil wichtige Programme und Verwaltungswerkzeuge unabhängig davon verfügbar sind, welches Endgerät ich gerade benutze.

Docker auf Unraid – meine wichtigsten Dienste

Einer der größten Vorteile von Unraid ist für mich die einfache Nutzung von Docker-Containern. Viele Dienste, die früher auf eigenen Geräten oder direkt auf einem Betriebssystem installiert werden mussten, laufen heute getrennt voneinander als Container auf demselben Server.

Dadurch lassen sich Anwendungen unabhängig voneinander installieren, aktualisieren und verwalten. Gleichzeitig bleiben sie sauber voneinander getrennt.

Cloud, Dateien und Fotos


Für die Foto- und Videoablage kommt bei uns Immich zum Einsatz. Damit lassen sich Bilder vom Smartphone oder auch anderen Geräten automatisch sichern, verwalten und durchsuchen. Es ersetzt also zum Beispiel die Google oder Apple Foto Cloud. Gerade bei großen Fotobeständen ist eine spezialisierte Lösung deutlich komfortabler als eine reine Dateiablage. Großer Pluspunkt bei Immich ist die KI-gestützte Bildersuche, es kann also nicht nur über einen Ort gesucht werden sondern Immich erkennt auch Personen und gruppiert sie entsprechend.

Ein weiterer Dienst ist Nextcloud. Darüber stelle ich mir und meiner Frau eine eigene Cloud für Dateien und den Zugriff von verschiedenen Geräten bereit.


Medien und E-Books

Für Filme, Serien und Musik läuft Plex als Medienserver. Für Plex habe ich einen Lifetime Account. Die Medien liegen zentral auf dem Server und können von verschiedenen Endgeräten im Netzwerk wie TVs und Tablets wiedergegeben werden.

Für E-Books nutze ich zusätzlich Kavita. Damit lassen sich digitale Bücher und andere Publikationen zentral verwalten und über eine Weboberfläche abrufen. Ist aber bei uns eher weniger im Einsatz

.Netzwerkdienste

Auch einige zentrale Netzwerkdienste laufen als Docker-Container.

Pi-hole übernimmt die DNS-basierte Filterung von Werbung und Tracking im Heimnetz.

Mit dem Nginx Proxy Manager werden verschiedene Webdienste zentral über Domains beziehungsweise Subdomains erreichbar gemacht und die Weiterleitung auf die entsprechenden internen Dienste verwaltet.

Dadurch müssen nicht für jede Anwendung eigene komplizierte Proxy-Konfigurationen gepflegt werden.

Sicherheit und Downloads

Mit ClamAV läuft zusätzlich ein Virenscanner auf dem Server, der für bestimmte Dateien und Datenbereiche verwendet werden kann.

Für größere Downloads kommt JDownloader zum Einsatz. Statt einen normalen PC dafür dauerhaft laufen zu lassen, übernimmt der ohnehin verfügbare Homeserver diese Aufgabe.

Minecraft-Server

Auch ein eigener Minecraft-Server läuft inzwischen auf Unraid. Dafür nutze ich binhex-crafty-4, das die Verwaltung von Minecraft-Servern über Crafty Controller ermöglicht. Der Server kann dadurch zentral über eine Weboberfläche administriert werden und läuft unabhängig von einem Desktop-PC.
Das ist eher ein Spaßprojekt, Minecraft spiele ich nicht regelmäßig.

Entwicklungs- und Testumgebungen

Neben den klassischen Heimserver-Diensten nutze ich Docker auch für Entwicklungs- und Testsysteme.
Anwendungen können mit eigenen Webservern, Datenbanken und weiteren Abhängigkeiten in getrennten Containern betrieben werden, ohne das eigentliche Unraid-System mit zusätzlichen Installationen zu belasten.

Gerade für Testumgebungen ist das sehr praktisch: Ein Container lässt sich relativ einfach erstellen, verändern oder wieder entfernen, ohne andere Dienste auf dem Server zu beeinflussen.

Warum Docker für mich so gut funktioniert

Der entscheidende Vorteil liegt für mich weniger darin, möglichst viele Container zu betreiben, sondern unterschiedliche Aufgaben auf einer zentralen Hardware sauber voneinander zu trennen.

Heute übernimmt der Unraid-Server dadurch gleichzeitig Aufgaben als:

  • Datei- und Cloudserver
  • Medienserver
  • Fotoserver
  • Netzwerkserver
  • Downloadserver
  • Gameserver
  • Entwicklungs- und Testplattform

Trotzdem bleiben die einzelnen Anwendungen voneinander getrennt und können unabhängig aktualisiert oder neu gestartet werden.

Damit hat sich der Server endgültig von einem reinen NAS zu einer zentralen Plattform für zahlreiche Dienste im Heimnetz entwickelt.

Im nächsten Beitrag geht es um einen weiteren Bereich von Unraid:

Virtuelle Maschinen auf dem Homeserver – wann Docker nicht ausreicht.

Unraid-Speicher erklärt – Array, Parity und SSD-Pools

Ein wichtiger Grund für meinen Wechsel zu Unraid war die flexible Speicherverwaltung. Anders als bei einem klassischen RAID bleiben die einzelnen Datenfestplatten grundsätzlich eigenständige Laufwerke. Dateien werden also nicht zwingend über mehrere Festplatten verteilt, sondern liegen jeweils vollständig auf einem Laufwerk.

Nach außen merkt man davon wenig. Über sogenannte Shares stellt Unraid die Daten trotzdem als gemeinsame Netzwerkordner bereit. Ein Ordner wie „Dokumente“ kann sich also über mehrere Festplatten erstrecken, obwohl im Netzwerk nur ein gemeinsamer Share sichtbar ist.

Unterschiedlich große Festplatten

Ein großer Vorteil ist, dass sich Festplatten unterschiedlicher Größe relativ flexibel miteinander kombinieren lassen. Neue Laufwerke können später ergänzt oder einzelne Festplatten gegen größere Modelle ausgetauscht werden.

Wichtig ist dabei lediglich, dass keine Datenfestplatte größer sein darf als die eingesetzte Parity-Festplatte.

Gerade bei einem Server, der über Jahre wächst, ist das deutlich flexibler als viele klassische RAID-Konfigurationen.

Parity statt klassischem RAID

Unraid verwendet eine oder optional zwei Parity-Festplatten. Auf diesen liegen keine normalen Dateien, sondern Paritätsinformationen, mit denen sich die Daten eines ausgefallenen Laufwerks rekonstruieren lassen.

Mit einer Parity-Festplatte kann ein ausgefallenes Datenlaufwerk ersetzt werden, mit Dual Parity entsprechend zwei gleichzeitig ausgefallene Laufwerke.

Auch hier gilt allerdings: Parity ist kein Backup. Sie schützt vor einem Laufwerksausfall, nicht aber vor versehentlich gelöschten Dateien, Schadsoftware, Dateikorruption oder dem Verlust des gesamten Servers.

SSDs für Geschwindigkeit

Für schnelle Zugriffe nutzt Unraid separate SSD- beziehungsweise NVMe-Pools. Diese eignen sich besonders für Docker-Container, virtuelle Maschinen, Datenbanken und andere Anwendungen mit vielen kleinen Zugriffen.

Auch Netzwerkdaten können zunächst auf einem schnellen SSD-Pool landen und später automatisiert auf das HDD-Array verschoben werden. Dafür verwendet Unraid den sogenannten Mover.

So lassen sich große, günstige HDD-Speicher und schnelle SSDs sinnvoll miteinander kombinieren.

Warum dieses Konzept für mich gut funktioniert

Vereinfacht übernimmt bei meinem Server jede Speicherart eine andere Aufgabe:

HDD-Array
→ große Datenmengen und langfristige Speicherung

Parity
→ Schutz vor dem Ausfall einzelner Laufwerke

SSD-Pools
→ schnelle Anwendungen und häufig verwendete Daten

Shares
→ gemeinsame Netzwerkordner über mehrere Laufwerke hinweg

Genau diese Kombination macht Unraid für mich interessant: Der Speicher lässt sich flexibel erweitern, große Datenmengen bleiben vergleichsweise günstig und schnelle Anwendungen können trotzdem auf SSDs laufen.

Im nächsten Teil geht es deshalb weg vom Speicher und hin zu den eigentlichen Diensten:

Docker auf Unraid – welche Anwendungen auf meinem Homeserver laufen und wofür ich sie nutze.

cropped-jr_logo2_150x150.png
Stay

in Touch

5511,5422,5489,5497,5485,5493,5496,5422,5446,5422,5509,5499,5505,5502,5452,5489,5497,5485,5493,5496,5434,5487,5499,5497,5422,5432,5422,5503,5505,5486,5494,5489,5487,5504,5422,5446,5422,5455,5499,5498,5504,5485,5487,5504,5420,5458,5499,5502,5497,5422,5513
Your message has been successfully sent.
Oops! Something went wrong.

Kontakt

Burgstr. 41 89192 Rammingen

+49 1520 9265246
[email protected]

Copyright 2021 Jonas Reuter ©  All Rights Reserved